Es ist wirklich genau das, was uns zu Weihnachten noch gefehlt hat: Ein Christmas Unicorn! Danke Sufjan Stevens!

Markiert mit , ,

Würde es nicht ohnehin anlässlich des Weihnachtsfestes sein, man wäre verleitet zu sagen, “es ist wie Weihnachten”. Sufjan Stevens beschert uns nach 2006 ein weiteres mal mit einer musikalischen Weihnachtsbox und diese macht anno 2012 nicht den Anschein, als würde sie hinsichtlich Idee, Umsetzung und Aufmachung (Stichwort: Tattoos) ihrer  Vorgängerin Songs for Christmas nachstehen. Ganz im Gegenteil. Sie wird vom aktuellen Schaffensuniversums unseres liebsten Amerikaners genau um jene Fabeln, Mythen und Wesen angereichert, die dieser wohl in der jüngeren Vergangenheit bei seinen galaktischen Rundreisen durchs Planetarium und in Form von The Age Of Adz im Mikrokosmos eines Royal Robertson erlebt hat. Was dabei herauskommt? Ein Christmas Unicorn! Das liegt schließlich in der Natur der Sache.

Weiterlesen →

2012.10.16 | Song
sam_billen-places

Sam Billen macht Musik. Gute Musik. Places zum Beispiel

Markiert mit ,

Es ist eigentlich kaum vorstellbar, dass sich Sam Billen mit seinem neuen Album Places nicht selbst überrascht hat. Als Hörer ist man es nämlich: Überrascht. Super-überrascht gewissermaßen, denn Sam Billen gelingt mit seinem Letztwerk eine derart gelungene Stilwandlung, wie man sie nur selten erlebt. Aus dem eher rauhen Folk-Barden, der über Kickstarter schon mal Geld für ein Weihnachtsalbum gesammelt hat, wurde ein Künstler, dessen filigrane Kompositionen ihren Vorbildern von Bon Iver und Dear Reader um nichts nachstehen.

Weiterlesen →

2012.09.25 | Album

Kann man Sigur Ros covern? Manuok kann!

Markiert mit , , ,

Möchte man als Künstler eine Nummer covern, so würde die Wahl vieler wohl lange nicht auf eine Nummer der isländischen Ambient-Popper von Sigur Rós fallen. Minutenlanger isländischer, manchmal gar fiktiver Gesang und eine ausgefallenen Instrumentierung machen die Vorlage nämlich nicht unbedingt leicht zugänglich. Der Amerikaner Scott Mercado aka Manuok hat sich ein Sigur Rós-Cover aber dennoch zur Aufgabe gemacht. Und das erfolgreich wie wir meinen!

Weiterlesen →

2012.08.29 | Song
CD-Cover: "Family" von Noah Gundersen

Bitte nur kein ordentliches Studioalbum produzieren, Noah Gundersen. Family passt so wie es ist

Markiert mit , ,

Noah Gundersen macht Musik bisher nur im Kleinformat – und zwar in Form einfach eingespielter EPs wie “Family”. Unterstützt wird er dabei nur von Schwester Abby, die mit Violine und Hintergrundgesang einen Kontrastpunkt (beziehungsweise eine Vielzahl an Kontrastpunkten) zu Noahs eigenem Gesang und seinem Gitarrenspiel setzt. Das funktioniert gut. Sehr gut sogar. Nämlich auf die eindringlichste aller Arten.

Weiterlesen →

2012.08.04 | Album

Sich in Lose It von Austra selbst verlieren

Markiert mit ,

2012 hat ihn endlich: Jenen kraftvollen, mitreißenden Song, den man normalerweise im selben Jahr kein zweites Mal mehr findet. Er kommt von Austra und heißt “Lose It”. Und man kann sich wahrhaft in ihn verlieren.

Weiterlesen →

2012.07.08 | Song
CD-Cover: "Reinvent, Remember, Replay" von Jars Of Clay

Reinvent, Remember, Replay. Jars Of Clay erinnern sich an sich selbst

Markiert mit , ,

Der Name der Jars Of Clay-EP lässt doch ziemlich genau auf ihren Inhalt schließen und mag auf den ersten Blick nicht sonderlich einfallsreich klingen. Ebenso ihr Cover. Es wirkt mit seinem einfachen Motiv und seiner kindlichen Farbwahl bestenfalls kurzfristig entstanden. Das verwundert insbesondere deshalb, weil Reinvent, Remember, Replay selbst alles hat, was dem Cover fehlt: Einfallsreichtum, Kreativität, Besonderheit. Und all das, obwohl es sich nur um Coverversionen eigener Songs handelt.

Weiterlesen →

2012.06.25 | Album

Warum wird ein Lied wie Drifters von Bright Moments eigentlich nie langweilig?

Markiert mit ,

Viel passiert in den viereinhalb Minuten von “Drifters” eigentlich nicht. Bläser setzen ein, Bläser gestalten die Break, Bläser lassen “Drifters” ausklingen. OK, es sind ziemlich schöne Bläser. Posaunen und Trompeten. Rund um sie lauscht man Zeilen von Kelly Pratt aka Bright Moments. Sie bringen die Bedeutung von “Drifters” zum Ausdruck. Mit diesen Worten zum Beispiel:

Is it Tuesday or Saturday today? We will always be drifting with the tide again

Eine Nummer also, die einfach, aber genau in dieser Einfachheit großartig gemacht ist und immer wieder neu fasziniert. Ganz ohne Langeweile.

Weiterlesen →

2012.06.09 | Song

Daniel Martin Moore und Joan Shelley. First of August im Mai

Markiert mit ,

Diese Woche gab es ihn wieder: Den Moment, in dem man plötzlich innehält, weil Musik es zustande gebracht hat, zumindest für wenige Minuten alles rund um einen irgendwie nebensächlich erscheinen zu lassen. Geschafft haben das Daniel Martin Moore und Joan Shelley mit “First of August” von ihrem neuen, gemeinsamen Werk Farthest Field.

Weiterlesen →

2012.05.13 | Song
cover

I Thought I Was an Alien. Und wir dachten es käme nie: Sokos Debut

Markiert mit , , , ,

Seit ihrem genauso einprägsamen wie eigenwilligen Hit I’ll Kill Her (2007) wartete man auf mehr. Mehr von der jungen Französin Stéphanie Sokolinski – auf den Bühnen dieser Welt auch besser bekannt als Soko.

Fünf Jahre hat es gedauert bis Sokos Debut-Album I Thought I Was an Alien letzten Monat dann schließlich herauskam. Das Warten hat sich gelohnt: 15 Titel und mindestens ebenso viele Geschichten. Weiterlesen →

2012.04.26 | Album

Planetarium: Mit Sufjan Stevens, Nico Muhly und Bryce Dessner einmal quer durchs All

Markiert mit , , ,

Nachdem sich Sufjan Stevens in den vergangenen Jahren aufgrund stets wechselnder und konstant beeindruckender Musik ja quasi für jede gute Playlist unersetzbar gemacht hat, wird man nach einem Jahr wie 2011, einem Jahr ohne Neuveröffentlichung des Amerikaners, doch ein wenig nervös. Diese Nervosität durfte Anfang des Monats aber weichen und an ihre Stelle rückte zur Freude aller Vorfreude! Gemeinsam mit Nico Muhly und Bryce Dessner von The National gab Sufjan Stevens dieses Monat gleich mehrere Konzerte in europäischen Städten, auf denen jeder der drei Musiker nicht nur Auszüge des eigenen Repertoires zum Besten gaben, sondern mit Planetarium ein kollektives Werk präsentierte, welches schon jetzt, vor einer möglichen Veröffentlichung, so klingt, wie es sein Inhalt vermuten lässt: Episch!

Weiterlesen →

2012.04.24 | Tagsüber

Zachary Lucky klingt alt, ist aber eigentlich jung. Das hört man beispielsweise bei Back In The Fall

Markiert mit , , ,

Singer of songs, friend of the road

So beschreibt sich Zachary Lucky selbst auf seinen Profilen im Internet. Und das glaubt man dem Singer/Songwriter schnell, entspricht doch seine für uns fast unaussprechliche Heimat Saskatchewan, zugleich auch Name seines letzten Albums, genau den Stereotypen des Genres. Google Maps zeigt die kanadische Prärieprovinz als weites, fast noch unerschlossenes Land, welches nur darauf wartet, von Folk-Barden wie Zachary Lucky bewandert und besungen zu werden. Das Ergebnis dieser perfekten Rahmenbedingungen sind dann mit “Back In The Fall” Paradebeispiele des Singer/Songwriter-Genres.

Weiterlesen →

2012.03.18 | Song

Ivan Colon und Distance hätten wirklich perfekt zu Eternal Sunshine Of The Spotless Mind gepasst

Markiert mit , ,

Paola Brugiatti Goyez stellt gerne Lieder auf YouTube und hinterlegt diese mit Musik. Unter dem Nutzernamen paola2185 machte sie das zuletzt im Sommer 2011 und wahrscheinlich war es damals einfach nur Zufall, dass sie zu Ivan Colóns Nummer “Distance” als bildliche Untermalung ausgerechnet Eternal Sunshine Of The Spotless Mind wählte. Das amerikanische Drama von Michel Gondry aus dem Jahr 2004 mit Jim Carrey und Kate Winslet in den Hauptrollen könnte nämlich nicht besser zur ruhigen, einfühlsamen Nummer des Amerikaners Ivan Colón passen – und umgekehrt könnte Ivan Colón auch nicht besser zu Eternal Sunshine Of The Spottes Mind passen.

Weiterlesen →

2012.02.23 | Song
cover_sleeping-at-last_yearbook

12 Kapitel, 36 Einträge. Im Yearbook von Sleeping At Last!

Markiert mit , ,

Die Zeit von Oktober 2010 bis September 2011 war wohl eine besondere Zeit für Sleeping At Last. Innerhalb eines Jahres veröffentlichten die Amerikaner aus Wheaton, Illinois nicht weniger als zwölf EPs mit je drei neuen Songs – Monat für Monat also eine neue EP, betitelt mit dem entsprechenden Monatsnamen. Ende 2011 durfte man sich als Hörer dann über das gesammelte Werk freuen: Das Yearbook!

Weiterlesen →

2012.02.12 | Album
CD-Cover: "From A Spark" von Ghosts I've Met

Ghosts I’ve Met. Blackwoods. Fragil

Markiert mit ,

Cigarettes in the rain,
it’s a long life anyway,
it’s a long life anyway.

Im Regen stehen und stehen bleiben. Sinnbild des Alleinseins. Müde werden und müde bleiben. Müde sein wollen. Genügsam – würde man meinen. Zustandslos – meint man. Sinnbild vieler Gegenwarten.

Weiterlesen →

2012.02.01 | Song
CD-Cover: "Train Leaves At Eight" von The Walkabouts

Train Leaves At Eight. The Walkabouts auf Europa-Tour

Markiert mit , , ,

The Walkabouts auf Europa-Tour – etwas, was zugleich Gültigkeit in der Vergangenheit, wie auch in der Gegenwart hat. Über beide Zeiten dürfen wir uns freuen! Einerseits dank des nur aus Cover-Versionen von Liedern kontinentaleuropäischer Künstler bestehenden Albums Train Leaves At Eight, welches auch heute, zwölf Jahre nach seiner Veröffentlichung, immer noch zu den besten Werken der amerikanischen Band aus Seattle zählt, andererseits dank der tatsächlich gerade stattfindenden Europa-Tour von Chris Eckmann, Carla Torgerson und Co. Und diese Tour bringt The Walkabouts morgen endlich auch wieder mal nach Wien.

Weiterlesen →

2012.01.14 | Album

Wenn Sufjan Stevens Silent Night neu interpretiert, dann jaulen zum 3. Advent sogar die Engel!

Markiert mit , ,

Es war wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, als vor einem Jahr eine neue, wenn auch bis heute inoffizielle Songs for Christmas Volume von Sufjan Stevens in der Blogosphäre auftauchte. Wenige Tage vor Weihnachten wurde mit Volume 6 endlich ein weiterer Missing Link zwischen den als CD-Box veröffentlichten Volumes 1 bis 5 und der EP Volume 8 entdeckt. Und das war so schön, dass gleich zu Beginn der EP die Engel im Weihnachtsklassiker “Silent Night” vor Freude jaulten. Gloria!

Weiterlesen →

2011.12.16 | Song
CD-Cover: "For Folk's Sake It's Christmas"

For Folk’s Sake It’s Christmas! Oder zumindest schon 2. Advent

Markiert mit , ,

Es weihnachtet, ob man es will oder nicht – und darum muss nun einfach mal gesagt werden: For Folk’s Sake It’s Christmas! Mit diesem Wortspiel verwöhnt die britische, der dortigen Folk-Szene verschriebene Website For Folk’s Sake zum zweiten Mal nach 2011 seine Hörerschaft mit einer Selektion aus bekannten klassischen und weniger bekannten, da neueren Weihnachtsliedern. Fast zwangsläufig klingt dieses Zusammenspiel dann zwar nicht immer ganz nach Weihnachten, aber zweifelsohne einfach gut. Was nur wenig Weihnachtsmusik erreicht, darf man “It’s Christmas 2011″ darum schon jetzt im Dezember zutrauen: Die Wahrscheinlichkeit, auch im Frühling noch gespielt zu werden.

Weiterlesen →

2011.12.09 | Album
ad-free blog
Time Travel Cover

Time Travel. Einmal Alessi’s Ark und zurück

Markiert mit , , ,

28 1/2 Minuten. 12 Lieder. Und die meisten davon nicht länger als 2 1/2 Minuten. Das ist Alessi’s Arks neues Album “Time Travel” in Zahlen, zumindest so ungefähr. Was jedoch viel wichtiger zu wissen ist: Diese Zeitreise ist nicht nur recht kurz, sondern vor allem ziemlich kurzweilig.

Es scheint so, als bräuchte Alessi Laurent-Marke fast gar nichts, um ihre Zuhörer in ihre kleine, feine Klangwelt zu entführen. Eins vor allem nicht: Zeit. Und damit muss man sich auf “Time Travel” abfinden. Intros oder Outros sind eher spärlich vorhanden und es kommt schon mal vor, dass ein Lied vorbei ist, ehe man sich die Melodie noch hätte merken können.

Weiterlesen →

2011.10.22 | Album
CD-Cover: The Song Of Songs" von Andrew Rose Gregory

Ein Hohelied auf das Hohelied. The Song Of Songs als musikalisches Hörbuch von Andrew Rose Gregory

Markiert mit , , ,

Wer hat zwischendurch nicht mal Lust auf schöne Geschichten? Geschichten voll tiefer Vertrautheit und Geborgenheit, erfüllter Sehnsucht und erwiderter Liebe!

Your Love Is Better Than Wine

I Am My Lover’s & My Lover Is Mine

If You Find My Lover, Tell Him I Am Faint With Love

So die Titel einiger Nummern auf The Song Of Songs, dem neuesten Werk des Amerikaners Andrew Rose Gregory. Die Nummern tragen ihre lyrischen Titel ebenso wenig zufällig, wie das Album seinen Namen. Andrew Rose Gregory interpretiert auf seinem Letztwerk nichts Geringeres als das Hohelied der Liebe, auch bekannt als Salomos Hohelied, dem alttestamentlichen Buch der Bibel, welches in poetischer Sprache von einer Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau erzählt. Dank Verwendung der originalen, biblischen Texte darf “The Song Of Songs” gewissermaßen als musikalisches Hörbuch gelten. Wunderbar also für Liebende und all diejenigen, die es noch werden wollen.

Weiterlesen →

2011.10.03 | Album
CD-Cover: "October's Road" von Balto

October’s Road von Balto. Gut, aber um neun Nummern zu lang

Markiert mit , , ,

Es verhält sich oft sehr ähnlich, wenn auf Alben einzelne Nummern derart herausstechen, wie “The Railyard” auf October’s Road von Balto: Man verfällt dieser einen Nummer, hört diese – wie man gerne sagt – “rauf und runter” und läuft dabei in Gefahr, nur mit dieser ein ganzes Album, einen ganzen Künstler gar zu verbinden. Ein gutes Beispiel sind hierfür wohl die Amerikaner von Fleet Foxes, die man in ihren Anfängen fast ausschließlich aufgrund der Nummer “Mykonos” von der EP Sun Giant kannte. Auch bei “October’s Road”, dem Debütalbum von Balto, kann es einem schnell ähnlich ergehen, denn “The Railyard” dominiert als Opener die ersten Minuten derart, dass alle weiteren Minuten fast zwangsläufig nur noch enttäuschen oder zumindest – etwas dezenter formuliert – weniger begeistern können. Aber ist “October’s Road” berechtigterweise ein Album, welches sich auf “The Railyard” reduzieren lässt?

Weiterlesen →

2011.09.06 | Album